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Mitsubishi – viele Menschen hierzulande denken oft recht rückständig über japanische Automarken, was wohl daran liegt, dass die meisten nach dem WYSIWYG-Verfahren („What you see is what you get.“) über Autos und deren Technik urteilen. Doch man muss bei aller Verteidigung dieser Marken auch eingestehen, dass im letzten Jahrzehnt die Leidenschaft, besondere Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, stark nachließ. Diese Tatsache ist durchaus negativ zu betrachten, doch sollte man auch heute noch das würdigen, was japanische Hersteller in den 90′-Jahren im Stande waren zu leisten. Aus diesem Grund wagen wir einen Rückblick auf eines der speziellsten Exemplare aus dieser Ära – den Mitsubishi 3000GT (oder auch Mitsubishi GTO genannt).

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Was uns heute an Supersportwagen begeistert, sind Features und Schnelligkeit, die man mit keinem bezahlbaren Auto bekommen könnte.  Dinge wie eine aktive Aerodynamik – also sich an die Gegebenheiten anpassende Aerodynamik – oder Allradlenkung klingen bei den heutigen Rennwagen mit Straßenzulassung besonders fortschrittlich. Wirklich? Ja, diese klingen in der Tat fortschrittlich. Sind sie allerdings nicht! Mitsubishi´s 3000GT aus hatte diese Technik bereits vor 20 Jahren an Bord. Auch wenn es komisch klingen würde, James Bond fahre einen Mitsubishi, dieser Wagen wäre das perfekte Auto für ihn gewesen. Unscheinbares Auftreten und futuristische Gimmicks bekräftigen dies. Per Funkfernsteuerung ließ sich der 325 PS starke 3-Liter-V6 mit Twinturbo-Aufladung anfeuern. Das hierzulande als Erfindung von Mercedes geltende elektrische Detail-Verdeck von Cabriolets hatte der 3000GT schon ein paar Jahre vor dem Mercedes-Benz SLK. Die vor weniger Zeit als innovativ geltende sich automatisch an die Geschwindigkeit anpassende Venturischürze und die komplexe Allradlenkung beim Porsche 911 GT3 gab es bei diesem Mitsubishi damals auch schon.

Doch wo liegt das Problem? Warum kann sich niemand an dieses Auto erinnern, oder warum verkaufte sich das Auto nicht? Es ist das für Europäer nicht wertig wirkende Design in Kombination mit einem Preis von ca. 60.000 Euro. Einen Mitsubishi für soviel Geld? – no way! Dies war für die meisten Menschen wohl das KO-Kriterium. Deutschen Herstellern gelang es besser ihre Produkte zu verkaufen – weniger für mehr zu verkaufen. Dieser Mitsubishi überzeugt nur bei einer Mitfahrt oder auf dem Datenblatt – allerdings auf keine andere Weise!